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Antihaftbeschichtungen bei Bratpfannen

Antihaftbeschichtungen bei Bratpfannen

 

 

Kein angebranntes Essen und eine einfache Reinigung - deswegen kennen und lieben wir beschichtete Pfannen. Bei der Entwicklung unserer SILBERTHAL Pfannen haben wir uns viele Gedanken über Materialien und Anforderungen gemacht. Antihaftbeschichtungen spielten dabei natürlich eine zentrale Rolle.

Und weil rund um Beschichtungen viele Halbwahrheiten unterwegs sind, reden wir hier auch offen über PTFE, Teflon™ und PFAS. Ohne Angstmache, aber auch ohne etwas weglassen.

Wir nehmen dich mit und geben dir Einblicke in die folgenden Bereiche:

Wir wollen dir das Thema so einfach wie möglich machen, damit du eine durchdachte Kaufentscheidung fällen kannst.

Was sind Antihaftbeschichtungen und welche Arten gibt es?

Antihaftbeschichtungen sind eine auf die Pfanne aufgetragene Schicht. Sie werden verwendet, um das Anbraten von Lebensmitteln zu erleichtern, ohne dass diese anbrennen oder haften bleiben. Sie eignen sich besonders gut zum fettarmen Braten und begeistern durch eine einfache Reinigung, da sich wegen der Antihafteigenschaft nur wenige Rückstände in der Pfanne sammeln. Bei den Begriffen Antihaftbeschichtung und -versiegelung handelt es sich um dieselbe Technik. Sie werden synonym verwendet.

Allgemein werden drei Grundarten von Antihaftbeschichtungen unterschieden: klassische Beschichtungen aus bspw. PTFE, Keramikbeschichtungen sowie Patina, eine über die Zeit entstehende Beschichtung aus eingebrannten Fetten. Die folgenden Absätze stellen die drei Arten sowie ihre Vor- und Nachteile vor. Im Anschluss konzentrieren wir uns auf klassische Antihaftbeschichtungen aus PTFE.

Klassische Antihaftbeschichtungen

Die gebräuchlichste Art der Beschichtung in Pfannen besteht aus nicht reaktiven Stoffen, den Fluorpolymeren. Sie reagieren mit so gut wie keinen anderen Stoffen und sind daher sehr widerstandsfähig. Am häufigsten wird auf Polytetrafluorethylen zurückgegriffen, kurz PTFE. Durch seine typischen Eigenschaften eignet sich PTFE ideal für Pfannen. Seine Molekularstruktur ist stark unpolar, wodurch die Moleküle von Bratgut abgestoßen werden. (Quelle 1) Daher haftet es nicht an. Außerdem ist es sehr hitzebeständig, weshalb es sich gut zum Kochen eignet. Gute Antihaftbeschichtungen werden in mehreren Schichten aufgetragen, welche die Haftung und die Langlebigkeit verbessern.

Für den Alltag in der Küche gilt PTFE als gut untersucht: Das Bundesinstitut für Risikobewertung erwartet bei bestimmungsgemäßer Verwendung keine Gesundheitsbeeinträchtigungen, weil die Mengen, die überhaupt freigesetzt werden können, sehr klein sind. (Quelle 2) Worauf du achten solltest, damit das so bleibt, liest du weiter unten.

Die wahrscheinlich bekannteste Antihaftbeschichtung heißt Teflon™. Das ist kein eigenes Material, sondern ein Markenname: Chemours vergibt ihn für Antihaftversiegelungen auf PTFE-Basis, die nach festen Vorgaben hergestellt und aufgetragen werden. (Quelle 3) Jede Teflon™-Beschichtung ist also eine PTFE-Beschichtung, aber nicht jede PTFE-Beschichtung darf sich Teflon™ nennen. Wer die Marke führt, hat dafür eine Lizenz und hält sich an die Qualitätsvorgaben des Markeninhabers. Unsere SILBERTHAL Pfannen gehören dazu.

Vorteile der klassischen Antihaftbeschichtung:

  • über viele Jahre antihaftfähig, robust und langlebig
  • pflegeleicht
  • benötigt wenig Fett beim Braten
  • kann auch mit kleinen Kratzern verwendet werden

Nachteile der klassischen Antihaftbeschichtung:

  • etwas anfällig für Kratzer
  • nicht für hohe Temperaturen geeignet

Keramikbeschichtungen

Entgegen dem eindeutigen Namen handelt es sich bei Keramikbeschichtungen nur um eine keramikähnliche Beschichtung, die nicht mit haushaltsüblicher Keramik wie Geschirr gleichzusetzen ist. Die Pfannenbeschichtung entsteht bei sogenannten Sol-Gel-Prozessen. Dabei verbinden sich verschiedene chemische Stoffe auf molekularer Ebene zu einer glasartigen, sehr harten Oberfläche, die Antihafteigenschaften vorweist.

Vorteile der Keramikbeschichtung:

  • pflegeleicht
  • geeignet auch für höhere Temperaturen
  • weniger kratzanfällig

Nachteile von Keramikbeschichtungen:

  • Antihaftfähigkeit lässt mit der Zeit deutlich nach
  • da Keramik spröde ist, können durch Reinigung, hohe Temperaturen und kleine Schläge Mikrorisse entstehen und die Beschichtung aufplatzen
  • verfärbt sich mit der Zeit

Patina

Bei der Patina handelt es sich nicht im klassischen Sinne um eine aufgebrachte Beschichtung, sondern um Antihafteigenschaften, die durch das Einbrennen von Fetten und Ölen im Laufe der Zeit entstehen. Dies gilt vor allem für unbeschichtete schmiede- und gusseiserne Pfannen. Das Einbrennen kann immer wieder wiederholt werden und sorgt damit zusammen mit dem robusten Material der Pfanne für eine sehr lange Verwendung. Allerdings bedarf sie etwas mehr Pflege: Sie sollte ohne Spülmittel gereinigt und regelmäßig neu eingebrannt werden.

Vorteile von Patina:

  • produziert leckere Röstaromen
  • unempfindlich für Kratzer
  • geeignet für sehr hohe Temperaturen

Nachteile von Patina:

  • aufwändig in der Pflege
  • Rostgefahr bei Eisenpfannen
  • volle Antihaftfähigkeit bei regelmäßiger Benutzung erst nach einiger Zeit

Sind PTFE-beschichtete Pfannen giftig oder umweltschädlich?

Bei bestimmungsgemäßer Anwendung sind PTFE-basierte Antihaftbeschichtungen nach Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung nicht gesundheitsschädlich. Kritisch wird es erst bei starker Überhitzung: Ab etwa 360 °C kann sich das Polymer zersetzen, dabei können Dämpfe entstehen. Diese Temperatur erreicht eine Pfanne im Haushalt praktisch nur, wenn sie leer und auf voller Stufe erhitzt wird. Ist Essen darin, ist eine Überhitzung sehr unwahrscheinlich, weil Wasser und wasserhaltige Lebensmittel kaum über 100 °C hinauskommen. (Quelle 2)

Sollten sich kleinste Teile der Beschichtung, bspw. an Kratzern, lösen und versehentlich verschluckt werden, ist das nach derselben Einschätzung unproblematisch. PTFE ist so reaktionsträge, dass es vom Körper nicht aufgenommen wird und einfach wieder ausgeschieden wird. (Quelle 2)

PTFE, Teflon™ und PFAS: was gehört wozu?

Diese drei Begriffe landen oft im selben Topf, meinen aber ganz Unterschiedliches. Wir sortieren sie einmal in Ruhe, denn genau hier entstehen die meisten Missverständnisse.

PFAS ist ein Sammelbegriff für mehrere tausend fluorhaltige Stoffe. Er sagt für sich genommen wenig darüber aus, wie sich ein einzelner Stoff tatsächlich verhält. Das ist ungefähr so, als würde man Kochsalz und Chlorreiniger in eine Schublade legen, nur weil in beiden Chlor steckt.

PFOA und PFOS sind kleine, reaktive Moleküle aus dieser Gruppe. Sie reichern sich in Umwelt und Körper an und sind in der EU verboten: PFOA seit dem 4. Juli 2020 über die POP-Verordnung. (Quelle 4) Frei davon zu sein ist damit gesetzliche Pflicht für jede Pfanne, die hier verkauft wird, und kein Verkaufsargument. Wir schreiben es trotzdem dazu, weil viele Menschen gezielt danach suchen und eine klare Antwort verdienen.

PTFE zählt ebenfalls zu den PFAS, verhält sich aber grundlegend anders. Es ist ein Kunststoff mit sehr langen, fest gebundenen Molekülketten. Er reagiert mit fast nichts, bleibt dort, wo er ist, und wird vom Körper nicht aufgenommen. (Quelle 5) Deshalb ist die ehrliche Antwort: PFOA-frei heißt nicht PFAS-frei. Eine Pfanne mit PTFE-Beschichtung, auch eine mit Teflon™-Versiegelung, enthält einen Stoff aus der PFAS-Gruppe.

Auf EU-Ebene läuft derzeit ein Verfahren, das PFAS deutlich breiter regulieren soll. Die zuständigen Ausschüsse der Europäischen Chemikalienagentur haben sich im März 2026 für eine Beschränkung mit Ausnahmen ausgesprochen, eine Entscheidung der EU-Kommission steht noch aus. Ob und wie Fluorpolymere wie PTFE davon erfasst werden, ist offen. (Quelle 6) Wir verfolgen das und sagen dir hier Bescheid, sobald es Neues gibt.

Und wenn du lieber ganz ohne Beschichtung kochst: völlig legitim. Dann schau dir unsere unbeschichteten Edelstahlpfannen an. Sie brauchen etwas mehr Technik beim Braten, halten dafür praktisch ewig.

Was liegt unter der Beschichtung?

Pfannen aus Aluminium oder Aluminiumguss sind in der Regel immer mit einer PTFE-basierten Beschichtung bezogen, da sie im Lebensmittelkontakt nicht den Kriterien des Lebensmittel- und Futtergesetzbuchs (LFGB) entsprechen. Die Lebensdauer einer Alupfanne ist daher mit der Lebensdauer ihrer Beschichtung gleichzusetzen. Sollte diese beschädigt sein oder sich lösen, brätst du das Kochgut auf dem rohen Aluminium. Dabei können sich Aluminiumionen lösen und auf die Lebensmittel übertragen. (Quelle 7) Edelstahl als Grundlage ist dahingegen lebensmittelecht. Deshalb setzen wir darauf.

Und die Umwelt?

Mit der Produktion einer Pfanne ist Energie- und Materialaufwand verbunden. Seit PFOA für die Beschichtung mit PTFE nicht mehr verwendet wird, ist vor allem die Entsorgung des Fluorpolymers erwähnenswert: Bei der Verbrennung kann Flusssäure entstehen, die in Müllverbrennungsanlagen neutralisiert wird. (Quelle 8) Durch moderne Verfahren können Fluorpolymere inzwischen teilweise recycelt werden. (Quelle 9) Am wirksamsten ist aber ohnehin der einfachste Weg: die Pfanne länger nutzen. Eine Wiederbeschichtung erneuert die Antihaftversiegelung und verlängert den Lebenszyklus deutlich.

Worauf sollte ich beim Kauf einer Pfanne mit Antihaftbeschichtung achten?

Wenn du dich für den Kauf einer antihaftbeschichteten Pfanne entschieden hast, gibt es einige Punkte zu beachten, damit du die für dich geeignete Pfanne findest.

Material der Pfanne

Die geläufigsten Grundmaterialien von Pfannen sind Edelstahl, Eisen, Aluminium und Kupfer. Hier ein kurzer Überblick:

  • Kupfer leitet Wärme am besten und wird somit schnell und gleichmäßig heiß. Allerdings gibt Kupfer im direkten Kontakt Stoffe an die Nahrung ab, deshalb sind Kupferpfannen häufig beschichtet. Sie sind außerdem schwer und recht teuer.
  • Aluminium leitet Wärme ebenfalls sehr gut und ist gleichzeitig preiswert. Es reagiert allerdings mit Lebensmitteln, weshalb Aluminiumpfannen meist beschichtet sind. Sie verformen sich mit der Zeit häufig.
  • Eisenpfannen sind hervorragende Wärmespeicher, benötigen aber lange, um sich aufzuheizen. Ihr Gewicht macht sie sehr robust. Durch ihre Sprödheit sind sie anfällig für Risse bei plötzlichen Temperaturunterschieden oder Stürzen. Außerdem sind sie rostanfällig.
  • Edelstahlpfannen haben, um ihre schlechte Wärmeleitfähigkeit zu verbessern, meist einen Aluminium- oder Kupferkern im Boden. Er ist fest im Edelstahl eingeschlossen und kann sich nicht lösen. Edelstahlpfannen sind sehr robust, pflegeleicht und bleiben rostfrei. Sie sind richtige Allrounder und halten bei guter Pflege viele Jahre.

Das Material bestimmt in der Regel auch die Kompatibilität mit den verschiedenen Herdarten. Hier wird in Induktions-, Gas-, Glaskeramik- und Elektroherd unterschieden. Besonders die Induktionsfähigkeit ist nicht bei jeder Pfanne gegeben.

Art der Antihaftbeschichtung

Wie oben bereits beschrieben, gibt es drei Arten von Antihaftbeschichtungen: klassisch mit einer Kunststoffbeschichtung (PTFE), mit Keramik oder mit einer natürlichen Patina. Hier kannst du je nach Vorliebe deine Beschichtung auswählen. Häufig werden verschiedene Namen und Marken genannt, letztlich handelt es sich bei aufgetragenen Antihaftbeschichtungen entweder um PTFE- oder Keramikbeschichtungen.

Verarbeitung der Pfanne

Damit du deine Pfanne möglichst lange benutzen kannst, solltest du im Vorfeld auf die Verarbeitung achten. Je stabiler und robuster sie ist, desto länger wird sie dir eine Freude bereiten. Besonders wichtig ist, dass der Boden der Pfanne ebenmäßig und plan ist. So liegt die Pfanne exakt auf und es werden Lufteinschlüsse zwischen der Pfanne und der Herdoberfläche verhindert. Diese wirken isolierend, was zu einer ineffizienten Wärmeverteilung führt. Deine Pfanne benötigt also länger, um heiß zu werden, und wird unter Umständen nur unregelmäßig heiß.

Griffe

Wichtig ist auch, dass die Griffe gut verarbeitet und fest mit der Pfanne verbunden sind. Hier wird meist in geschweißt, geschraubt und genietet unterschieden.

  • Geschraubte Griffe sind günstig in der Herstellung und erlauben das Austauschen und nachträgliche Festziehen des Griffs. Sie lockern sich allerdings schnell und sind insgesamt am instabilsten.
  • Angenietete Griffe sind ebenfalls preiswert, aber dafür sehr robust. Allerdings kann sich an den Nietenköpfen Schmutz ansammeln, den man nur schwer entfernen kann.
  • Geschweißte Griffe sind etwas teurer in der Produktion, aber wenn sie ordentlich und mit ausreichend Schweißpunkten verarbeitet sind, genauso robust wie Nieten. Der Vorteil hier ist, dass die Rückseite glatt ist und sich kein Schmutz ansammeln kann.

Das Material des Griffes ist ebenfalls relevant. Holz und Kunststoff bleiben während des Kochvorgangs kühl, können allerdings bei zu hohen Temperaturen schmelzen bzw. anbrennen oder aufbrechen. Dadurch sind sie im Ofen nur bedingt einsetzbar. Besonders bei Holz ist die Reinigung zu beachten, da es im Kontakt mit zu viel Wasser aufquellen kann. Stahlgriffe sind sehr langlebig und einfach zu reinigen. Sie werden beim Kochen etwas warm, können dafür aber problemlos im Ofen benutzt werden.

Maße der Pfanne

Je nach Vorlieben spielen auch die Maße der Pfanne eine Rolle. Dazu zählt der Durchmesser: je nach Haushaltsgröße, Herdgröße und Einsatzbereich bieten sich unterschiedliche Größen an. Ein Zwei-Personen-Haushalt kommt beispielsweise gut mit einer 24 cm Bratpfanne zurecht; aufwendigere bzw. größere Gerichte sowie größere Haushalte greifen eher zu größeren Modellen, zum Beispiel der Bratpfanne 28 cm Durchmesser und aufwärts. Zu beachten ist, dass der Durchmesser immer am oberen Rand der Pfanne gemessen wird. Bei stark gerundeten Rändern kann es sein, dass die tatsächliche Bratfläche deutlich kleiner ist.

Außerdem kann die Randhöhe der Pfanne ein Kriterium sein. Von der Crêpe-Pfanne mit sehr niedrigem Rand bis zur Servierpfanne mit sehr hohem Rand gibt es viele Modelle mit unterschiedlichen Nutzungsszenarien. Ein mittelhoher Rand ist für den durchschnittlichen Gebrauch meist eine gute Wahl. Hohe Ränder

  • verhindern, dass Fett herausspritzt,
  • vereinfachen die Zubereitung von Soßen und
  • erleichtern das Rühren und Manövrieren von Lebensmitteln, ohne dass sie aus der Pfanne fallen - wie das typische Schwenken in der Wokpfanne.

Wie pflege ich eine Antihaftbeschichtung richtig?

Auf PTFE-Basis beschichtete Pfannen sind grundlegend sehr pflegeleicht. Dennoch gibt es ein paar Aspekte, die du beachten solltest, damit dir deine Pfanne möglichst lang erhalten bleibt.

Umgang beim Kochen

Für beschichtete Pfannen reicht mittlere Hitze fast immer aus. Das ist der häufigste Grund, warum doch mal etwas kleben bleibt: Die Pfanne war zu heiß, nicht zu wenig geölt. Wenn dein Fett anfängt zu rauchen, ist der Punkt schon überschritten. Je nach Fett passiert das früher, als viele denken: Butter raucht ab etwa 150 °C, natives Olivenöl ab etwa 160 °C, raffinierte Öle halten bis rund 230 °C aus. Dreh dann herunter, statt weiter aufzuheizen. Das schont die Beschichtung und dein Bratgut löst sich besser.

Kritisch wird es erst deutlich darüber, ab etwa 360 °C. Diese Temperatur erreicht eine Pfanne im Alltag praktisch nur, wenn sie leer auf voller Stufe steht. Lass sie also nicht leer und unbeobachtet heiß werden, besonders auf Induktion und Gas, die sehr schnell hochziehen. (Quelle 2) Sollte es doch passieren: Pfanne auskühlen lassen, Raum lüften, danach ist sie wieder einsatzbereit.

Die PTFE-Beschichtung ist zwar sehr robust, jedoch sollte man sie trotzdem mit Rücksicht behandeln. Dafür empfehlen wir bspw. Kochbesteck aus Holz, Silikon oder Kunststoff. Metallbesteck ist zwar ebenso möglich, aber nur wenn man vorsichtig damit umgeht. Wir raten außerdem davon ab, in der Pfanne zu schneiden.

Auch die Lagerung der Pfanne spielt eine Rolle für die Haltbarkeit der Beschichtung. Werden Pfannen ineinander gestapelt, kann die Beschichtung durch Reibung oder Stöße beschädigt werden. Wir empfehlen, sie beim Stapeln mit Untersetzern aus Filz oder anderen weichen Materialien auszupolstern.

Wie reinige ich beschichtete Pfannen?

Die Reinigung erfolgt in der Regel unkompliziert. Durch die Antihafteigenschaften bleiben nur selten hartnäckige Essensreste in der Pfanne. Wenn doch, können diese problemlos in Wasser eingeweicht werden. Insgesamt reichen warmes Wasser und Spülmittel für die Reinigung. Verwende dabei die weiche Seite von Spülschwämmen. Um die Beschichtung nicht zu gefährden, solltest du auf starkes Schrubben oder sogar Stahlwolle unbedingt verzichten. Häufig sind beschichtete Pfannen vom Hersteller auch für die Spülmaschine freigegeben, auch unsere SILBERTHAL Pfannen. Für die längere Haltbarkeit der Beschichtung empfehlen wir jedoch die Reinigung von Hand.

Wie lange hält die Beschichtung und was mache ich, wenn sie zerkratzt ist?

Die Nutzungsdauer einer beschichteten Pfanne kann nicht einfach beziffert werden, da sie von mehreren Faktoren abhängt. Wer mit Metallbesteck kocht, hat höchstwahrscheinlich kürzer Freude an seiner Pfanne als mit Holz- oder Kunststoffbesteck. Ähnliches gilt für Reinigung und Kochtemperatur. Wenn die Pfanne gut gepflegt wird, kann sie problemlos mehrere Jahre genutzt werden. Auch die Lagerung spielt eine entscheidende Rolle: Wenn mehrere Pfannen gestapelt werden, können schnell Kratzer entstehen.

Sind kleinere Kratzer ein Grund für eine neue Pfanne?

Kleinere Kratzer in der Beschichtung beeinträchtigen die Antihafteigenschaften nicht. Erst bei tieferen Kratzern, wenn die Beschichtung Blasen wirft oder sich großflächig ablöst, hat sie ihre besten Zeiten hinter sich. Bei unseren Pfannen ist das kein Sicherheitsthema: Abgelöste PTFE-Partikel werden vom Körper nicht aufgenommen und wieder ausgeschieden, und darunter liegt lebensmittelechter Edelstahl. (Quelle 2) Mehr dazu findest du weiter oben. Ein weiterer Hinweis darauf, dass die Beschichtung nachlässt, ist die abnehmende Antihaftfähigkeit. Dann klebt dein Essen bei jedem Bratvorgang an.

Neubeschichten oder entsorgen?

Eine Neubeschichtung ist eine echte Alternative zur Entsorgung. Dabei wird das Kochgeschirr gereinigt und mit einer neuen Antihaftschicht versehen. Danach ist die Beschichtung wie neu und kann weitere Jahre in Benutzung bleiben. Das ist der nachhaltigere Weg, als direkt eine neue Pfanne zu kaufen. Wir bieten das für Pfannen und Töpfe selbst an: Pfannen wiederbeschichten.

Eine Wiederbeschichtung sollte aber nur dann vorgenommen werden, wenn die restliche Pfanne noch intakt ist. Denn unabhängig von der Beschichtung ist eine Pfanne nicht mehr energieeffizient, wenn sich beispielsweise der Boden wölbt und dadurch die Pfanne nicht mehr eben auf dem Herd aufliegt. So kann sich die Wärme nicht mehr gleichmäßig verteilen und der Kochprozess dauert länger.

Wenn die Pfanne oder die Beschichtung endgültig nicht mehr zu retten ist, kannst du sie in der Wertstofftonne bzw. Gelben Tonne entsorgen. Wenn verschiedene Materialien in der Pfanne verbaut sind, sollten diese abmontiert und getrennt entsorgt werden: Holzgriffe zum Beispiel gehören in den Restmüll. So erfahren alle Bestandteile fachgerechte Behandlung. Manche Hersteller nehmen die verbrauchte Pfanne gegen eine Gutschrift sogar zurück und kümmern sich selbst um die Weiterverwendung.

Für welche Gerichte eignen sich Pfannen mit Antihaftbeschichtung?

In Pfannen mit einer PTFE-basierten Antihaftbeschichtung kannst du eigentlich alles gut anbraten. Besonders gut eignen sie sich für proteinreiche Nahrungsmittel, die gern am Pfannenboden ankleben, also Eierspeisen, Fisch und Meeresfrüchte, Hähnchenbrust, aber auch Kartoffeln. Auch Steaks lassen sich gut in einer beschichteten Pfanne anbraten. Die sogenannte Maillard-Reaktion sorgt ab ca. 150 °C für die braune Färbung des Fleischs und die leckere Kruste. (Quelle 10)

Insgesamt zeichnen sich beschichtete Pfannen dadurch aus, dass sie besonders fettarmes Braten ermöglichen. Die reibungsarmen Eigenschaften der Beschichtung ersetzen die Verwendung von viel Öl oder Bratfett. Das ermöglicht eine leichtere und bewusstere Küche.

Was macht die SILBERTHAL Pfannen mit Antihaftbeschichtung besonders?

Unsere Pfannen tragen eine Teflon™ Antihaftversiegelung auf PTFE-Basis. Sie ist frei von PFOA und PFOS, ohne Blei und Cadmium und bei bestimmungsgemäßer Verwendung lebensmittelecht. PTFE gehört zur PFAS-Gruppe, ist darin aber der stabile, fest gebundene Vertreter. Wie das zusammenhängt, haben wir dir weiter oben in Ruhe erklärt.

Aufgetragen ist die Beschichtung in vier Schichten, die jede eine eigene Aufgabe hat:

  • Der lebensmittelechte Edelstahl der Pfanne ist die stabile Basis. Auch wenn die Beschichtung irgendwann beschädigt ist, brätst du auf einem unbedenklichen Untergrund, nicht auf rohem Aluminium.
  • Eine Grundschicht verbindet sich fest mit dem Edelstahl und sorgt dafür, dass die Beschichtung hält.
  • Eine verstärkte Mittelschicht nimmt Abrieb und kleine Kratzer auf.
  • Eine Deckschicht sorgt dafür, dass nichts anhaftet.

Das Ergebnis: wenig Fett, leichtes Wenden, Reinigung in Sekunden. Am längsten hast du etwas davon, wenn du bei mittlerer Hitze brätst. In allen beschichteten SILBERTHAL Bratpfannen steckt dieselbe Beschichtung.

Teflon™ ist eine Marke von The Chemours Company FC, LLC, verwendet unter Lizenz.

Quellen

  1. Wissenschaft im Dialog: Wenn etwas an Teflon nicht haftet, warum haftet es dann an der unbeschichteten Pfanne?
  2. Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Ausgewählte Fragen und Antworten zu Geschirr mit Antihaftbeschichtung aus PTFE für das Braten, Kochen und Backen
  3. Chemours: Was ist Teflon™?
  4. Delegierte Verordnung (EU) 2020/784 der Kommission vom 8. April 2020 zur Aufnahme von PFOA in die POP-Verordnung (EU) 2019/1021: EUR-Lex
  5. Verbraucherzentrale: Pfannen und PFAS: Wie gefährlich ist die Teflon-Beschichtung?
  6. Europäische Chemikalienagentur (ECHA): Per- and polyfluoroalkyl substances (PFAS)
  7. Verbraucherzentrale: Aluminium in Lebensmitteln und Verpackungen
  8. Forum Lebensmittel und Ernährung: Beschichtete Pfannen
  9. Pro-Kunststoff: Recycling von Fluorpolymeren
  10. Lebensmittelchemisches Institut (LCI) Köln: Maillard-Reaktion

Veröffentlicht am 01.06.2021. Zuletzt aktualisiert am 08.09.2026.